Anwendungen

PROTAC Discovery

E3-Liganden, Ligand-Linker-Intermediate, PEG- und Alkyl-Linker, Click-Handles und bifunktionale Intermediate.

Wie dies ein Projekt unterstützt

Ein PROTAC-Design muss Target-Ligand, E3-Ligand, beide Verknüpfungspunkte und den Linker als ein zu prüfendes Molekül definieren. Ein einzelner Baustein belegt keine Degradation.

Das vollständige ternäre System entwerfen

Ein konventionelles bifunktionales PROTAC enthält einen Target-Liganden, einen E3-Ligase-Liganden und einen Linker. Der Verknüpfungspunkt an jedem Liganden gehört zum Design, da er die mögliche Geometrie des ternären Komplexes verändert.

Linker werden nicht nur nach Länge gewählt. Zusammensetzung, Steifigkeit, Polarität und beide Exit-Vektoren beeinflussen Konformationen, physikochemische Eigenschaften, Bindung und Komplexgeometrie. Ein publizierter Baustein ist ein Ausgangspunkt, keine übertragbare Leistungszusage.

Typischer chemischer Ablauf

1

Target-Liganden definieren

Exakte Identität oder Struktur, bekannten Bindungsmodus, tolerierte Verknüpfungsposition und funktionelle Einschränkungen angeben.

2

E3-Liganden auswählen

E3-System, Gerüst, Stereochemie, Schutzform und einen literatur- oder datengestützten Exit-Vektor festlegen.

3

Linker-Serie planen

Länge, PEG- oder Alkylanteil, Steifigkeit, Polarität, Verzweigung und Verknüpfungschemie kontrolliert variieren.

4

Verbindungen herstellen und charakterisieren

Struktur, relevante Stereochemie, Identität, Reinheit, Rückstände, Löslichkeitshandhabung und Lagerung bestätigen.

5

Molekulare Bindung prüfen

Target- und E3-Bindung sowie je nach System Bildung oder Kooperativität des ternären Komplexes untersuchen.

6

Degradationsmechanismus bestätigen

Konzentrations- und Zeitabhängigkeit, Targetverlust, Proteasom- und E3-Abhängigkeit, Selektivität und Funktion mit Kontrollen prüfen.

Benötigte Angaben vor der Materialauswahl

Target-Ligand

Identität oder Struktur, Bindungsdaten, Verknüpfungsposition und unverändert zu haltende Gruppen.

E3-System

E3-Identität, Ligandenklasse, Stereochemie, Verknüpfungspunkt und bevorzugte Schutzform.

Linker-Designraum

Längenbereich, Zusammensetzung, Steifigkeit, Polarität, gegebenenfalls Spaltbarkeit, Endgruppen und Eigenschaftsgrenzen.

Syntheseplan

Kupplungsreihenfolge, geschützte Intermediate, Maßstab, Reinheit, Analytik und Materialform.

Biologischer Prüfplan

Zelluläres oder biochemisches System, Bindungs- und Degradationsassays, Zeitpunkte, Kontrollen und Selektivitätsmessungen.

Umfang dieser Seite

Diese Seite umfasst E3-Ligandderivate, Ligand-Linker-Intermediate, PEG- oder Alkyl-Linker, reaktive Handles und kundenspezifische bifunktionale Intermediate. Sie belegt weder Bindung, ternäre Komplexbildung, Degradation, Zellaktivität, Selektivität, Wirksamkeit, Sicherheit noch klinische oder regulatorische Eignung.

Zugehörige Katalog- und Technikseiten

Quellen

  1. 1.Catalytic in vivo protein knockdown by small-molecule PROTACs (Nature Chemical Biology, 2015)
  2. 2.Structural basis of PROTAC cooperative recognition for selective protein degradation (Nature Chemical Biology, 2017)
  3. 3.E3 Ligase Ligands in Successful PROTACs: An Overview of Syntheses and Linker Attachment Points (Frontiers in Chemistry, 2021)
  4. 4.Rationalizing PROTAC-Mediated Ternary Complex Formation Using Rosetta (Journal of Chemical Information and Modeling, 2021)