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siRNA Forschungsprogramme

Modifizierte Monomere, GalNAc-Liganden, Lipid-Konjugationshandles und Sulfurisierungsreagenzien für siRNA-Workflows.

Wie dies ein Projekt unterstützt

Eine Materialspezifikation muss Sense- und Antisense-Strang getrennt abbilden, einschließlich Zuckermodifikationen, Backbone-Verknüpfungen, Enden, Überhängen und Konjugationsstellen.

Den Duplex als zwei definierte Stränge behandeln

Ein synthetischer siRNA-Duplex wird nicht durch eine einzelne Sequenz beschrieben. Sense- und Antisense-Strang besitzen eigene Sequenzen, Enden und Modifikationspläne; Überhänge und Konjugationsstellen müssen ebenfalls einem konkreten Strang und einer Position zugeordnet werden.

Modifikationsmuster sind designspezifisch. Veröffentlichte Arbeiten mit 2′-O-Methyl- und 2′-Fluor-Resten zeigen, dass ihre Position in beiden Strängen Stabilität und RNAi-Aktivität beeinflusst. Ein Muster aus einem Design ist daher keine allgemeine Austauschregel.

Typischer chemischer Ablauf

1

Beide Stränge definieren

Sense- und Antisense-Sequenz, Stranglängen, Überhänge und vorgesehenes Duplexformat dokumentieren.

2

Jede Modifikation zuordnen

Zucker-, Basen-, Backbone- und terminale Modifikationen exakt dem richtigen Strang und der richtigen Position zuweisen.

3

Monomere, Träger und Zykluschemie wählen

Geschützte Phosphoramidite, feste Träger, Oxidation oder Sulfurisierung und Entschützung an jeden Strang anpassen.

4

Stränge getrennt synthetisieren und aufreinigen

Abspaltung, Entschützung und Aufreinigung beider Stränge vor der Duplexbildung planen.

5

Konjugat bei Bedarf einbauen

Konjugierten Strang, Position, Ligandenarchitektur, Spacer und Einbau auf dem Träger oder nach der Synthese festlegen.

6

Duplex bilden und charakterisieren

Aufgereinigte Stränge hybridisieren und Methoden für Identität, Reinheit, Duplexbildung und Konjugatbestätigung definieren.

Angaben vor der Materialauswahl

Sense- und Antisense-Sequenzen

Beide Stränge mit Orientierung und Überhängen angeben; ein Zielgenname ist keine Materialspezifikation.

Positionsgenauer Modifikationsplan

2′-OMe, 2′-F, unmodifizierte RNA, modifizierte Basen und weitere Reste exakt markieren.

Backbone- und Endmuster

Phosphorothioatpositionen, terminale Phosphate oder Analoga sowie blockierte oder funktionalisierte Enden angeben.

Konjugationsdefinition

Strang, terminale oder interne Position, Ligand oder Lipid-Handle, Linker und Reaktionspaar festlegen.

Analytikplan

Prüfungen für beide Einzelstränge, die konjugierte Spezies und den hybridisierten Duplex definieren.

Umfang dieser Seite

Diese Seite behandelt Material- und Chemieplanung für siRNA-Forschung. Sie wählt keine Zielsequenz, sagt keine Silencing-Aktivität voraus, legt keinen Delivery-Weg fest und stützt keine Sicherheits-, klinischen oder regulatorischen Schlussfolgerungen.

Zugehörige Katalog- und Technikseiten

Quellen

  1. 1.RNA interference is mediated by 21- and 22-nucleotide RNAs (Genes & Development, 2001)
  2. 2.RNA interference in mammalian cells by chemically-modified RNA (Nucleic Acids Research, 2003)
  3. 3.Multivalent N-acetylgalactosamine-conjugated siRNA localizes in hepatocytes and elicits robust RNAi-mediated gene silencing (Journal of the American Chemical Society, 2014)
  4. 4.Advanced siRNA Designs Further Improve In Vivo Performance of GalNAc-siRNA Conjugates (Molecular Therapy, 2018)