Technologieplattformen

Konjugationschemie und Linker

Linkerdesign und funktionelle Handles für Oligos, Peptide, Proteine, Payloads, Chelatoren und Lipide.

Wie dies ein Projekt unterstützt

Ein Konjugationsplan muss beide Moleküle, beide Stellen, Reaktionsfolge, Linkerfunktion und Analytik des Endkonjugats definieren. Handle-Name oder Nennlänge reichen nicht.

Die vollständige Verbindung definieren

Beide Moleküle, Verknüpfungsstellen und Reaktionsreihenfolge bestimmen geeignete Handles und Schutzgruppen. Amin-, Thiol-, Click- und enzymatische Routen erzeugen unterschiedliche Verteilungen, Bindungen, Nebenreaktionen und Reinigungsanforderungen.

Länge, PEG/Alkylanteil, Steifigkeit, Ladung, Hydrophilie, Verzweigung sowie stabile oder spaltbare Motive können Löslichkeit, Aggregation und Verhalten verändern. Linker und Stelle müssen am Gesamtkonjugat bewertet werden.

Typischer Planungsablauf

1

Beide Partner definieren

Identitäten oder Strukturen, Formen, Mengen, Formulierungen und funktionserhaltende Gruppen angeben.

2

Verknüpfungsstellen wählen

Amine, Thiole, Azide, Alkine, Tags oder andere Stellen erfassen und verteiltes oder definiertes Produkt festlegen.

3

Linkerfunktion festlegen

Abstand, Hydrophilie, Steifigkeit, Verzweigung, Freisetzung, stabile Bindung oder Reinigungshandle definieren.

4

Handles und Reihenfolge planen

Orthogonale Gruppen, Schutzgruppen, Lösungsmittel, Puffer, Konzentrationen, Reihenfolge und Isolierung abstimmen.

5

Intermediate charakterisieren

Struktur, Identität, Reinheit, reaktive Gruppen, Rückstände, Stabilität und Lagerung bestätigen.

6

Endkonjugat charakterisieren

Beladung, Stelle oder Verteilung, freie Komponenten, Aggregation, Reinheit, Stabilität/Freisetzung und Funktion messen.

Benötigte Angaben vor der Materialauswahl

Partner A und B

Strukturen oder Identitäten, Formate, Mengen, Formulierungen und empfindliche Gruppen.

Verknüpfungsstrategie

Zielreste oder Stellen, zufälliges oder definiertes Format, Heterogenität und Bindungstyp.

Linkeranforderungen

Länge, Zusammensetzung, Steifigkeit, Hydrophilie, Ladung, Verzweigung, Stabilität/Freisetzung und Endgruppen.

Prozessgrenzen

pH, Temperatur, Puffer, Lösungsmittel, Konzentration, Zeit, Reinigung und Lagerung.

Endproduktprüfungen

Identität, Reinheit, Beladung, Stelle, freie Komponenten, Aggregation, Stabilität/Freisetzung und Funktion.

Umfang der Plattform

Die Plattform umfasst Auswahl und Synthese von Linkern und Handles, konjugationsbereite Intermediate und Chemieplanung. Ausbeute, Ortsselektivität, Homogenität, Freisetzung, Stabilität in biologischer Matrix, Löslichkeit, Aktivität, Sicherheit sowie klinische oder regulatorische Eignung werden nicht garantiert.

Zentrale Überlegungen

  • PEG-, Alkyl- und starre Spacer-Designs
  • NHS-, Maleimid-, Azid-, Alkin-, DBCO-, BCN-, TCO- und Tetrazin-Handles
  • Auswahl spaltbarer und stabiler Linker

Zugehörige Katalog- und Technikseiten

Quellen

  1. 1.A strain-promoted [3 + 2] azide-alkyne cycloaddition for covalent modification of biomolecules in living systems (Journal of the American Chemical Society, 2004)
  2. 2.Long-term stabilization of maleimide-thiol conjugates (Bioconjugate Chemistry, 2015)
  3. 3.Effect of Linker-Drug Properties and Conjugation Site on the Physical Stability of ADCs (Journal of Pharmaceutical Sciences, 2020)
  4. 4.Glycan-Mediated Technology for Obtaining Homogeneous Site-Specific Conjugated Antibody-Drug Conjugates: Synthesis and Analytical Characterization by Using Complementary Middle-up LC/HRMS Analysis (Analytical Chemistry, 2020)